| Der Anteil an Jungmusikern (bis 30 Jahre)
in der Kapelle liegt bei 55 %. Dies ist eine wichtige Grundlage für
den geregelten und leistungsorientierten Weiterbestand des Vereines.
Das Musizieren ist ein wunderbarer Ausgleich zum Stress des täglichen
Lebens und somit eine ideale Freizeitbeschäftigung, es prägt
den jungen Menschen für sein ganzes Leben. Viel Fleiß,
Ehrgeiz und regelmäßiges Üben sind Voraussetzung für
den Erfolg. Fast jeder junge Nachwuchsmusiker hat irgendwann einen
Durchhänger. Ob und wie dieses Tief überwunden wird, liegt
einerseits an der Unterstützung der Eltern, andererseits daran,
wie sich die Musikkapelle um ihren Nachwuchs kümmert.
Im Musikum haben wir eine zeitgemäße,
nach pädagogischen Richtlinien orientierte Ausbildung durch
bestens qualifiziertes Lehrpersonal. Um junge Mädchen und Buben
für die Blasmusik zu begeistern, ist entsprechende Nachwuchswerbung
notwendig, die in Zusammenarbeit mit der Musikschule durchgeführt
wird. Zur Erhaltung der Freunde an der musikalischen Betätigung
ist dann aber auch ständiger Kontakt zwischen Kapellmeister,
Schüler, Lehrer und Eltern notwendig. In diesem Zusammenhang
möchten wir den sehr engagierten Musiklehrern, besonders aber
auch dem Direktor des Musikums Grödig, Mag. Anton Gmachl,
danken, dem der Kontakt zwischen dem Musikum und den Musikkapellen
ein großes Anliegen ist.
Aus allen Registern sollen laufend Nachwuchskräfte
in Ausbildung sein, 27 sind es derzeit in Anif. Für bestimmte
Register (Horn, Posaune, Tenorhorn, Tuba) ist es immer wieder schwierig
Interessenten zu finden. Fast alle Buben kommen mit dem Wunsch Trompeter
zu werden, die Mädchen wollen durchwegs nur zur Klarinette
oder Querflöte greifen, obwohl es schon ausreichend Beispiele
dafür gibt, dass junge Frauen mit großer Freude und bestem
Erfolg andere Instrumente (auch tiefes Blech) spielen. Nach drei
bis vier Jahren Ausbildung am Instrument ist der Schüler dann
so weit, dass er zur Prüfung für das Jungmusiker-Leistungsabzeichen
in Bronze antreten und anschließend in die Musikkapelle aufgenommen
werden kann. Danach sind die Lehrjahre aber keineswegs vorbei. Die
Ausbildung geht weiter, das nächste Ziel ist in einigen Jahren
das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Silber und bei viel Fleiß
und Talent vielleicht auch jenes in Gold. Als Ansporn, die Fortbildung
nicht ruhen zu lassen, trägt die Musikkassa ab Eintritt in
die Kapelle einen Großteil der Ausbildungskosten. Dies ist uns aber nur
dank der hervorragenden finanziellen Unterstützung durch die
Gemeinde Anif sowie durch einen wesentlichen Beitrag der Raiffeisenbank
Anif-Niederalm möglich, die diese Kosten für drei Jungmusiker
übernimmt.
Um unseren Nachwuchs langsam an das gemeinsame
Musizieren und die Kameradschaft heranzuführen, haben wir im
Jahr 2001 das Jugendblasorchester Anif wieder ins Leben gerufen.
Hier arbeiten Schüler ab dem dritten Lernjahr und junge sowie
auch einige "jung gebliebene" Mitglieder der Kapelle unter
der Leitung des Kapellmeisters und seiner Stellvertreter an einem
gemeinsamen Produkt, auf das die Schüler, die Eltern und wir
alle bei den bisherigen Auftritten schon sehr stolz sein durften.
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